Heimatstube Freiheit e.V.






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Nr. 01  -  Januar 2006  -  Herausgeber Heimatstube Freiheit

Freiheiter Firmen, Betriebe und Geschäfte.    (Fortsetzung)

Der Boschdienst Krauel.

(st). Im unteren Bereich der Hauptstraße in Freiheit hatte der kleine Betrieb begonnen. Dort, wo heute nur noch ein einfacher Lattenzaun steht, damit niemand in die Kellereste hineinstürzt, hatte Rolf Krauel in Hause Nr. 36  1972 eine kleine Werkstatt für Autoelektrik, einen Boschdienst, eröffnet. Er führte diese Arbeiten, die an der Elektrik des Autos anfielen in einer gekonnten Weise durch. Man konnte zu ihm kommen und fragen Stellen, egal was es war, er fand immer mit den damals möglichen technischen Unterstützungsmitteln immer eine Antwort oder einen Weg, um den aufgetretenen Schaden zu beheben. Und Spitze war seine Arbeit beim Einstellen der Zündung. Wenn die Technik der Hilfsgeräte versagte, dann machte er das nach Gehör. Besonders schwierig war es, bei einem Auto mit 6 Zylindern und den 6 dazugehörenden Vergasern einen Gleichlauf des Motors hin zu bekommen. Rolf Krauel hatte das „drauf“. Bis zum Jahre 1982 war Rolf Krauel in Freiheit tätig. Als dann die Häuser, die hier gestanden haben, abgerissen wurden, baute er eine neue Werkstatt in Katzenstein an der Bahn 90 auf. Es ist keine riesig große Werkstatthalle mit vielen Arbeitsplätzen, aber es war schon eine deutlich Verbesserung gegenüber der wirklich kleinen Werkstatt in Freiheit. 3 Mitarbeiter sind heute bei Rolf Krauel tätig. Ich kann das bestätigen, was mir viele Einwohner aus Freiheit sagten, bei Rolf Krauel war man immer gut beraten. Wird fortgesetzt.

 

Firma Krauel in Freiheit

Der Benzinschein

(st). Gleich nach dem Krieg war es erforderlich, bei Transporten mit dem Krankenwagen einen Benzinschein vorzulegen. Sonst passierte es, dass der Transport eines Kranken nicht erfolgte. So passierte es einem unserer Mitglieder, dass er eine Blinddarmentzündung hatte. Der Arzt hatte seine Diagnose gestellt und es folgte das, was kommen musste. Der Blinddarmpatient konnte nicht mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht werden, weil ganz einfach für die Fahrt der erforderliche Benzinschein fehlte. Groß war die Not. In dieser Not sprang Otto Froböse ein. Otto Froböse ist den älteren Einwohnern in Freiheit ganz sicher noch ein Begriff. Er hatte eine Kohlenhandlung in der Hauptstraße, dort vor heute Karlo Vegelahn wohnt. Otto Froböse, der für den Transport seiner Kohlen Benzinscheine bekam, half natürlich sofort aus. Er gab seinen gültigen Benzinschein für den Transport des Patienten her. Damit konnte dann der Krankenwagen kommen und den Notfallpatienten in das Krankenhaus fahren. Es gab auch zu dieser Zeit immer wieder Probleme mit dem Benzin. Alles war auf Grund der knappen Vorräte geregelt worden. Heute setzt man einfach die Preise hoch und regelt darüber dann den Verbrauch.

Übrigens bekam Otto Froböse am Montag nach dem Transport den vom Patienten beantragten Benzinschein wieder zurück. So half man sich gegenseitig untereinander aus. Wir werden von Otto Froböse in der kommenden Zeit noch über verschiedene Anekdoten berichten.

Rückblick und Vorausblick

(st). Nun ist die Zeit der vielen Weihnachtsfeiern vorüber. Mancher sagt, es war eine anstrengende Zeit. Mancher sagt aber auch, schön, dass es diese besinnliche Zeit gibt. Ist doch aber auch für alle eine Zeit, über manches nachzudenken. Haben wir immer alles so gemacht, wie es auch dem anderen gefällt? Haben wir Fehler gemacht, die wir im begonnen Jahr nicht wiederholen sollten? Sicher haben wir uns für das angefangene Jahr 2006 die besten Voraussetzungen vorgenommen. Aber, war das nicht auch im letzten Jahr so und im Jahr davor auch? So wiederholt sich alles, Jahr für Jahr. Und auch 2006 wird es wieder so sein. Wir haben uns vorgenommen, im Jahr 2006 so weiter zu arbeiten, wie bisher. Unser kleines Blatt wird, wenn es keine wesentlichen personellen Veränderungen gibt, jeden Monat neu erscheinen. Eines können  wir jetzt schon sagen, die Jahresausgabe 2005 ist  weitgehend vorbereitet und wird spätestens im März erscheinen.

Für unsere noch in Arbeit befindliche Sonderausgabe über die letzten Tage des Krieges in Freiheit suchen wir immer noch Ereignisse aus diesen Tagen. Wer über die Ereignisse der Zeit vom 10. – 15 April 1945 etwas berichten kann, der möge sich ruhig an uns wenden. Auch werden die Tage vor dieser Zeit und danach interessant sein. Also, nur Mut zum berichten, schreiben werden wir es dann schon.

 

Gedankenlosigkeit

(st). Die Tage des Schneefalles waren wieder für viele aufregend. Zusätzliche Aufgaben mussten bewältigt werden, wie Schneeräumen, morgens das Auto vom Schnee befreien und rechtzeitig zur Arbeit wegfahren, weil die Straßen so glatt sind. Doch, wie immer, kam der Winter ja „so plötzlich“. Da wird dann schon einiges vergessen. Die Zeit, um den Schnee auf dem Gehweg vor dem Haus zu räumen ist nicht mehr da, also bleibt der Schnee liegen. Das Auto vom Schnee befreien, auch dazu reicht es nicht mehr. Also wird eingestiegen, der Scheibenwischer muss die schwere Arbeit verrichten und die vordere Scheibe freimachen

Scheinwerfer oder die Schlussleuchten ihrer Aufgabe gerecht werden zu lassen, dazu reicht die Zeit nicht mehr. Der Schnee darauf bleibt erhalten. Und der Fahrer wundert sich über das „schlechte Licht“ an seinem Auto. Auch die schönen Schneehauben auf dem Dach bleiben liegen. An der ersten Ampel oder bei der ersten Bremsung ist die mühselig mit dem Scheibenwischer erworbene freie Sicht dann weg, weil der Schnee vom Dach auf die Scheibe rutschte. Und das Bremslicht des Vordermannes konnte man auch nicht so richtig erkennen, da lag ja noch der Schnee auf den Schlussleuchten. Wenn’s dann gekracht hat, merkt man erst, was man alles so außer Acht gelassen hat.  Aber auch bei unserem neu gepflanzten Weihnachtsbaum merkt man die Gedankenlosigkeit. Morgens muss der Hund raus. Wo geht man hin? Zum Brink! Das ist der nächste Weg. Der Hund hebt das Beinchen oder „verliert“ etwas anderes. Das „Verlorene“ bleibt dann dort liegen. Wenn dann jemand einige Lampen am Weihnachtsbaum wechseln will, weil sie kaputt sind, dann muss man sich um den Baum herum bewegen wie ein „Stepphuhn“, um nicht in die kleinen vergessenen „Minen“ zu treten. Auch das ist Gedankenlosigkeit, die doch eigentlich so einfach vermeidbar wäre.

Der Weihnachtsbaum

Nun ist er da. Auf dem Brink steht unser Weihnachtsbaum. Klein ist er noch, aber wir finden ihn fein. Einen Tag bevor die Kinder den Weihnachtsbaum schmücken wollten wurde er gepflanzt. Nicht ganz 4 m hoch ist die Nordmanntanne. Das war natürlich wieder etwas für die Kinder. Tagelang hatte Holger Breuwers im Keller die vielen bunten Sternen und Glocken ausgesägt. Dann wurden die ausgesägten Sperrholzteile mit buntem Papier beklebt. Als man sich dann gegen 16.00 Uhr auf dem Brink traf, pfiff ein ganz schön kalter Wind. Doch das konnte viele Einwohner und vor allen Dingen auch die Kinder nicht davon abhalten, beim Schmücken des Baumes dabei zu sein. Der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr hatte sich eingefunden und spielte Weihnachtslieder. Und es gab wieder, wie im letzten Jahr, Glühwein für die Erwachsenen, Kinderpunsch für die Kinder und natürlich auch Würstchen. In einer Grillschale flackerte ein kleines Holzfeuer, damit man sich aufwärmen konnte. Nun kann unser kleiner Weihnachtsbaum wachsen zu einem stattlichen Baum. Auch im kommenden Jahr wird es eine Aktion zum Schmücken des Baumes geben. Holger Breuwers hat zugesagt.

    

Der Weihnachtsbaum auf dem Brink.

 

Veranstaltungen:

Heimatstube: 03.01.2006, ab 19.30 Uhr geöffnet. 

Vereine: 04.01.2006, 19.00 Uhr, Treffen zur Terminabsprache, Freiheiter Hof. 

SoVD: 08.01.2006, 11.00 Uhr, Neujahrskonzert, Freiheiter Hof 

Freiwillige Feuerwehr: 14.01.2006, 19.00 Uhr, Jahreshauptversammlung, Freiheiter Hof. 

Vogelliebhaber: 13.01.2006, 19.00 Uhr, Jahreshauptversammlung, Freiheiter Hof. 

DRK Freiheit: 25.01.2006, 15.00 Uhr, Blutspendetermin, Schule Freiheit. 

Glückwünsche

Allen Jubilaren und Geburtstagskindern wünschen wir auf diesem Wege alles Gute.

 

 

 

 

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